Freitag, 25. Juli 2025

Georg Klingler von Greenpeace: Ein globaler Sieg für die Klimagerechtigkeit! 

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ICJ


 

Ich bin noch immer zutiefst bewegt. Was diese Woche am Internationalen Gerichtshof (IGH) geschehen ist, ist revolutionär. In einem Gutachten erkennt das höchste Gericht der Welt an, dass die globale Erderwärmung die Menschenrechte verletzt – und bestätigt, dass die Staaten den Treibhausgasausstoss stärker reduzieren müssen.

Das ist ein historischer Moment. Eine enorme Quelle der Hoffnung für alle, die seit Jahren für Klimagerechtigkeit kämpfen.

 

 

Dieser Erfolg zeigt, dass zivilgesellschaftliches Engagement Grosses verändern kann. Und er bestätigt auch die Schweizer Klimaklage der KlimaSeniorinnen, die wir 2015 dank der Unterstützung durch Greenpeace-Mitglieder angestossen haben. Diese führte 2024 zum historischen Sieg für die Menschenrechte am EGMR und wurde nun vom höchsten Gericht der Vereinten Nationen bestätigt. Das dürfen wir feiern! Unsere Arbeit ist Teil dieses historischen Momentums für Klimagerechtigkeit. 

 

Zugleich müssen wir dran bleiben und dafür sorgen, dass die wegweisenden Urteile und

Urteil des internationalen Gerichtshofs

UH/ Bei aller Freude über das Urteil des internationalen Gerichtshofs vermisse ich einmal mehr das Verursacherprinzip: Wer einen Schaden verursacht, muss die Kosten der Schadenbehebung übernehmen.

Im Fall des Klimanotstands muss „Big Oil“ zur Kasse gebeten werden. Es sollen aber primär die Geschäftsleitungen und die Aktionäre in die Pflicht genommen werden – und nicht die kleinen Leute.

Denkbar ist allenfalls, dass die Staaten zahlen und das Geld bei „Big Oil“ zurückholen.

 Vielleicht kann eine Stellungnahme der gpc zusätzlich auf diesen Gesichtspunkt hinweisen, im Sinn von „Mehrwert“ gegenüber allen andere Stellungnahmen.  


Wie war das damals, Anfang der 60-er Jahre in unserem Quartier? 

Wir spielten Fussball auf der einzigen verbliebenen Grünfläche. Eine Scheibe ging in Brüche. Keine Diskussion, wir "schlimmen" Verursacher mussten den Schaden aus unseren Kässeli begleichen.



Erleben von Naturkatastrophen führt nicht automatisch zu Problemeinsicht ...

Scott Kelly via Linkedin. 
Hinweis von Markus Nauser:  "Finde ich sehr spannend - das Erleben von klimabedingten Naturkatastrophen genügt nicht. Die Betroffenen müssen auch einsehen, dass die Ursache der Klimawandel ist (und dass man dagegen etwas tun kann)!"

Hier klicken: Linkedin  (englisch; mit  Übersetzungsmöglichkeit)

Oder: copy-paste der deutschen Übersetzung:

Scott Kelly   • 3.+Premium • 3.+Senior Vice President | Climate Risk Specialist | Economist | Sustainability Advisor | Consultant | Complex Systems Analyst | ESG & Net-Zero StrategistSenior Vice President | Climate Risk Specialist | Economist | Sustainability Advisor | Consultant | Complex Systems Analyst | ESG & Net-Zero Strategist

Folgen

Verändern Überschwemmungen und Brände wirklich die Einstellung zum Klima? Anscheinend nicht. Ein kürzlich veröffentlichter Nature-Artikel erklärt, warum, und er könnte Sie überraschen.

Wir gehen oft davon aus, dass Menschen, die mit extremen Wetterbedingungen leben, die Klimapolitik auf natürliche Weise stärker unterstützen. Dass, wenn deine Stadt brennt, überschwemmt oder brennt, der Glaube auf die Erfahrung folgen wird.

Aber eine neue globale Studie, die 68 Länder und über 70.000 Menschen umfasst, zeigt, dass dies nicht ganz so funktioniert.

Die Belichtung allein bewegt das Rad nicht. Die Zuschreibung schon. Der Zusammenhang bestand auch dann, wenn die objektive Exposition nicht bestand.

Forscher fanden heraus, dass die meisten Menschen zwar extremen Wetterbedingungen ausgesetzt sind, es aber nicht diese Exposition ist, die eine Unterstützung für die Klimapolitik vorhersagt; Es geht darum, ob die Menschen glauben, dass der Klimawandel diese Ereignisse verursacht hat.

Kurz gesagt, es kommt nicht darauf an, was passiert. Deshalb glauben wir, dass es passiert ist, was am wichtigsten ist.

Diese "subjektive Zuschreibung" war für 5 der 7 untersuchten Arten von Extremwetter ein stärkerer Prädiktor für die Unterstützung der Klimapolitik als die tatsächliche Exposition. Das sind Überschwemmungen, Wirbelstürme, Hitzewellen, Starkniederschläge und Winterstürme.

In vielen Ländern, vor allem in Afrika und Teilen Europas, wird der Zusammenhang zwischen extremen Wetterereignissen und Klima nach wie vor unterschätzt, selbst wenn die Ereignisse zunehmen. Die Studie deutet sogar auf eine Art "Deckeneffekt" in einigen Ländern hin – insbesondere in Lateinamerika –, wo die subjektive Zuschreibung bereits so hoch ist, dass eine weitere Exposition die politische Unterstützung nicht signifikant erhöht.

Meine Meinung
Was meine Aufmerksamkeit erregt hat, ist die Macht des Glaubens über die Erfahrung. Selbst in Regionen, die von Hitze heimgesucht oder von Stürmen durchnässt werden, steigt die politische Unterstützung nur, wenn die Menschen an den Zusammenhang zwischen dem Ereignis und dem Klimawandel glauben.

Die Wissenschaft der Attribution entwickelt sich rasant weiter, aber das öffentliche Verständnis von Attribution hinkt hinterher.
Wir geben Milliarden aus, um die Sichtbarkeit zu modellieren, aber wir unterschätzen die Macht der Kommunikation von direkter Attribution. Diese Studie legt nahe, dass es keinen automatischen Anreiz für eine verbesserte Politik gibt, wenn die Menschen die Ereignisse nicht dem Klimawandel zuschreiben.

In gewisser Hinsicht ist diese Forschung selbstverständlich, aber gleichzeitig ist die Zuschreibung eines einzelnen Extremwetterereignisses für den Klimawandel ein komplexes und herausforderndes Unterfangen. Die Wissenschaft, die hinter der Vermittlung dieser Zusammenhänge steht, muss sich weiterentwickeln. Attribution ist nicht nur ein wissenschaftliches Instrument. Es könnte der stärkste Hebel sein, den wir für Veränderungen haben.

Hashtag#ClimateChange Hashtag#ExtremeWeather Hashtag#AttributionScience Hashtag#ClimatePolicy Hashtag#ClimateCommunication Hashtag#BehaviouralScience Hashtag#GlobalSouth Hashtag#Resilience Hashtag#NetZero Hashtag#Sustainability Hashtag#SystemsThinking

Quelle: https://lnkd.in/enHK_NKh
Autoren: Viktoria Cologna Simona Meiler Chahan Kropf et al 








Mittwoch, 23. Juli 2025

Vier Pfoten: Schweine schützen, Umwelt schonen

Hinweis von Thomas:



VIER PFOTEN Logo

 

Lerne das Tier kennen

VIER PFOTEN Schweiz

 

Hühner

© Sven Germann I VIER PFOTEN

 

Hallo,

 

Schweine sind kluge, neugierige und gesellige Tiere. Sie erkennen ihren Namen, lernen Tricks und lösen knifflige Aufgaben. Sie sind intelligenter als unsere Hunde.
Trotzdem ist Schweinefleisch das meist konsumierte Fleisch in der Schweiz. Jeder Schweizer isst im Schnitt über 20 kg pro Jahr, was fast die Hälfte des durchschnittlichen Fleischkonsums von 50 kg ausmacht.

 

Um diesen Bedarf zu decken, wird in der industriellen Tierhaltung das Tierwohl häufig für Effizienz und Gewinn geopfert. Schweine können ihre natürlichen Bedürfnisse nach Bewegung, Körperpflege und Futtersuche, also dem Pflügen und Wühlen nach essbaren Wurzeln, Würmern und Co., kaum ausleben. Das hat sowohl physische als auch psychische Folgen für die äusserst sozialen Tiere, die in engen sozialen Verbänden leben.

Der hohe Fleischkonsum belastet aber nicht nur die Tiere, sondern auch die Umwelt und das Klima erheblich.

 

Warum unser Fleischkonsum der Umwelt schadet

  • Wasserverschwendung und -verschmutzung: Die Produktion von Fleisch und anderen tierischen Produkten benötigt enorme Wassermengen (z.B. 15 000 Liter für 1 kg Rindfleisch). Überdüngung und der Einsatz von Pestiziden und Medikamenten führen zur Verschmutzung des Grundwassers.
  • Waldrodung: Für Weideflächen und den Anbau von Tierfutter wie Soja werden grosse Waldgebiete einschliesslich Regenwälder gerodet, was Lebensräume zerstört und den Klimaschutz beeinträchtigt.
  • Klimabelastung: Die Tierhaltung verursacht 16,5 % der weltweiten Treibhausgase – mehr als alle Autos, Flugzeuge und Schiffe zusammen.

Jeder einzelne Schritt hin zu einem bewussteren Konsum kann nicht nur das Leben der Tiere verbessern, sondern auch unsere Umwelt entlasten.

 

Reduziere deinen Fleischkonsum: Bereits ein fleischfreier Tag pro Woche kann viel bewirken.

 

Wähle bewusst: Achte beim Fleischkauf auf Tierwohl-Labels und regionale Anbieter.

 

Probiere neue Rezepte:

Pancakes
ohne Ei

Kartoffel-Gemüse-Flammkuchen
Knusprig und rein pflanzlich.

 

 Zum Rezept

Tofu-Rührei

Randen-Burger
Saftig und lecker!

 

Zum Rezept

 

Setze ein Zeichen!

Fordere gemeinsam mit uns von der Industrie mehr Verantwortung für die Tiere und unsere Umwelt. Unterzeichne jetzt unsere Petition.

 

Gemeinsam können wir einen Unterschied machen.

 

Viele Grüsse,
Dein VIER PFOTEN Team

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VIER PFOTEN in der Schweiz, Altstetterstrasse 124, 8048 Zürich, Switzerland


Uruguay: Energiewende als nationales Erfolgsmodell - infosperber


https://www.infosperber.ch/umwelt/energieproduktion/uruguay-energiewende-als-nationales-erfolgsmodell/

Stromgesetz - ein Jahr danach

SES per Mail:
Liebe Stromgesetz-Unterstützende

Was für ein Moment: Am 9. Juni 2024 haben wir gemeinsam einen historischen Erfolg gefeiert! Fast 70% der Stimmbevölkerung haben JA

"Berner Autobahnausbau: Parteien und Verbände wollen Marschhalt" (Baublatt, 05.06.2025)

 Hinweis von Luc Recordon, Klima-Grosseltern VD 

Teaserbild-Quelle: Astra

Die Pläne des Bundes zum Ausbau des Autobahnknotens in Bern-Wankdorf stossen seit längerem auf Widerstand. Beschwerden sind hängig. Nun fordern Berner Parteien und Umweltverbände einen Planungsstopp und einen ergebnisoffenen Dialogprozess.

Visualisierung Astra Umgestaltung Anschluss Wankdorf

Quelle: Astra

Visualisierung: So könnte sich der Autobahnknoten Wankdorf nach Plänen des Astra künftig präsentieren.

Nur so könne ein Weg aus der Sackgasse gefunden werden, schreiben SP, Grüne, Grüne Freie Liste, Grünliberale sowie der VCS, Pro Velo Bern und Läbigi Stadt in einer gemeinsamen Mitteilung vom Mittwoch.

Der Bund hat dem Ausbau des Anschlusses Wankdorf jüngst die Plangenehmigung erteilt. Rotgrüne Parteien aber auch Umweltverbände kritisieren, dass das Vorhaben zu Mehrverkehr, Umweltbelastung und zum Verlust wertvoller Grünflächen führe.

Ausserdem werde der Volkswille missachtet. Die Stadtberner Bevölkerung habe den Autobahnausbau 2024 mit 75 Prozent Neinstimmen abgelehnt, rufen die Parteien und Umweltverbände in Erinnerung. Sie fühlen sich auch nicht gehört, da nie eine öffentliche Partizipation stattgefunden habe.

Widerstand auch vom Berner Gemeinderat

Anfang Juni unterstützte die Berner Stadtregierung die «Verkehrsmonster-Initiative», die sich gegen den Ausbau des Autobahnknotens Wankdorf richtet. Allerdings dämpfte die Stadtregierung auch die Hoffnungen. Zu einem Baustopp führe die Initiative nicht, denn das Ausbauprojekt liege in der Zuständigkeit des Bundes.

Das Eidgenössischen Verkehrsdepartement (Uvek) hatte kürzlich die Plangenehmigung erteilt, wenige Monate nach dem Nein des Schweizer Stimmvolks zu mehreren Autobahn-Projekten. Der Gemeinderat hatte das Vorgehen des Bundes kritisiert. Gegen das Ausbauvorhaben sind Beschwerden eingegangen.

Für die Parteien und Verbände ist klar: «Es muss ein konstruktiver, politischer Ausweg aus dieser Sackgasse gefunden werden. Behörden und vom Projekt Betroffene müssen zu diesem Zweck in einen Dialog auf Augenhöhe treten», heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Vereinigung Pro Velo teilte am Mittwoch ausserdem mit, sie habe beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen den Ausbau des Autobahnknotens eingereicht. (sda/pb)

Fw: Autobahnprojekte wieder auf dem Tisch?

umverkehr.ch

Bundesrat Rösti drückt beim Autobahnausbau aufs Gaspedal, als hätte es das klare Nein zum Autobahnausbau am 24. November 2024 nie gegeben. Letzte Woche setzte Rösti die abgelehnten Ausbauprojekte offiziell auf die Liste der Autobahnprojekte, die im Rahmen des Prozesses «Verkehr '45» überprüft werden sollen. «Überprüft» heisst in diesem Fall, dass die Projekte wieder auf dem Tisch sind. Schon im Herbst könnte offiziell an ihnen weitergearbeitet werden.

Die Liste hat ein Journalist von CH Media publik gemacht. Röstis Verkehrsdepartement hat sie zwar auf der Webseite aufgeschaltet, aber auf eine Kommunikation dazu verzichtet – wohl in der Hoffnung, dass sie niemand entdeckt.

Entscheidend ist für Rösti nicht der Abstimmungsentscheid und das Klimagesetz schon gar nicht, sondern die «Verkehr '45» genannte Überprüfung mit der Priorisierung durch ETH-Professor Weidmann. Offenbar will Rösti damit Autobahnausbauten in Basel, Bern, St. Gallen, Schaffhausen und bei Genf durch die Hintertür wieder salonfähig machen. Das ist eine Missachtung des Volkswillens. Diese Projekte dürfen nicht weiterverfolgt werden!

Rösti versucht nicht nur die abgelehnten Projekte wiederzubeleben. Er hat auch klargemacht, dass er den «Bypass» bei Luzern, den 4-Spur-Ausbau Andelfingen–Winterthur sowie die Ausbauten bei Crissier (VD) und Genève Aéroport–Le Vengeron gegen den lokalen Widerstand und ohne Überprüfung durchdrücken will.

Das Nein der Bevölkerung zum Autobahnausbau ist genauso klar wie das Ja zum Klimagesetz und Netto-Null bis 2050. Wir fordern deshalb erneut ein Autobahn-Moratorium! Das Geld muss jetzt in den öffentlichen Verkehr sowie den Fuss- und Veloverkehr investiert werden. Nur so kann der Verkehr Netto-Null erreichen. Ausserdem wird alleine der Unterhalt des bestehenden Strassennetzes mit den zunehmenden Überschwemmungen, Steinschlägen und Felsstürzen immer teurer. Es ist deshalb auch finanziell fahrlässig, immer neue Autobahnen bauen zu wollen.

Wir unterstützen den lokalen Widerstand gegen die Autobahnausbauprojekte und sind bereit für ein weiteres Referendum!

Kämpferische Grüsse
Tonja

 
 
 
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Marcel Hänggi via linkedin: Vor genau hundert Jahren beschloss Graubünden an einer Volksabstimmung, das Autoverbot aufzuheben

Vor genau hundert Jahren beschloss Graubünden an einer Volksabstimmung, das 25-jährige Automobilverbot aufzuheben. Tom Schimmek hat für Deutschlandradio einen schönen Beitrag darüber gemacht, für den er mit mir sprach. https://lnkd.in/dsumREgF

Wie, um Himmels Willen, fragte mich Schimmek in seiner ersten Kontaktaufnahme, kam es, dass das Auto so lange verboten wurde? Er solle, sagte ich ihm, für seine Recherche die Blickrichtung umkehren: Wie, um Himmels Willen, kam es, dass die Bündner das Auto zuließen, gegen das sie sich so lange gewehrt hatten? Die Antwort auf diese Frage lautet: indem die Regierung die Demokratie mit einem Trick aushebelte (und hätten auch Bündnerinnen ein Stimmrecht gehabt, wäre das Autoverbot wohl noch lange aufrechterhalten worden).

Man stelle sich vor, Graubünden wäre heute noch autofrei. Was für ein touristisches Alleinstellungsmerkmal!