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Sonntag, 9. November 2025

Newsticker zur COP30 - Fastenaktion


https://fastenaktion.ch/newsticker-zur-cop30/

COP30 in Belem: USA, China, Schweiz (!), .... halten es nicht für nötig, dort anwesend zu sein.
Der Newsticker macht einen sehr guten Eindruck.

Donnerstag, 21. Dezember 2023

Anja Kollmuss: Klimazeitung Dezember 2023. Zweimonatlicher Newsletter.


Klima-Zeitung / Journal du Climat
Ein zwei-monatlicher Newsletter zur Klimakrise. 

Un bulletin d'information bimestriel sur la crise climatique. 

Liebe Leser:innen, Cher.e.s lecteur.rice.s


Hier kommt die Dezember 2023 Klimazeitung und hier das PDF
L'édition française suivra avant Noël.


Diese Ausgabe ist besonders lang. Das kommt daher, dass im November die 28. internationale Klimakonferenz (COP28) stattfand, die wichtigste internationale Verhandlung zur Klimakrise. Immer vor der COP gibt es zahlreiche neue Veröffentlichungen, Appelle und Initiativen, die lanciert werden. Alle in der Hoffnung, dass an den Verhandlungen ein besseres Ergebnis erzielt wird. Wir haben für Sie die Ergebnisse der Verhandlungen und die wichtigsten Studien und Berichte zusammengefasst. Natürlich gibt es wie immer auch eine Zusammenfassung der Schweizer Klimapolitik und der Klimapolitik im Ausland. Damit Sie nach all den (meist) schlechten Nachrichten, nicht ganz erschlagen sind, wollen wir unsere Klima-Zeitung von nun an auch mit einer Rubrik gegen die Hoffnungslosigkeit beenden. Da gibt es Tipps gegen den Klima-blues und Infos wie Sie sich engagieren können.

Wie immer die Klima-Zeitung sehr gerne auch weiterleiten. Die Zeitung ist viel Arbeit und je mehr Leute sie lesen, desto lieber schreiben wir sie! Comme toujours, n'hĂ©sitez pas Ă  faire suivre. Le journal reprĂ©sente beaucoup de travail et plus les gens le lisent, plus nous aimons l'Ă©crire ! 
https://bit.ly/Klimazeitung


Ganz herzliche GrĂĽsse 
Salutations chaleureuses 
Anja Kollmuss und Thomas Schenk


 
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Freitag, 15. Dezember 2023

Kommentar WWF (Patrick Hofstetter) zum Abschluss der Weltklimakonferenz: Teil-Erfolg mit Signalwirkung

Liebe alle
Anbei noch unsere Einschätzung zur COP28 von gestern, mit einem starken Fokus auf die Schweiz.
Herzliche GrĂĽsse aus dem SĂĽden 
Patrick 

WWF zum Abschluss der Weltklimakonferenz: Teil-Erfolg mit Signalwirkung

Nach einer umkämpften Verlängerung haben die 197 Teilnehmer auf der Weltklimakonferenz COP28 in Dubai einen Konsens gefunden. Der WWF bewertet die wohl wichtigsten Verhandlungen seit dem Pariser Gipfel als Teil-Erfolg mit Signalwirkung – auch fĂĽr die Schweiz. 

Zitieren Sie gerne WWF-Klimaschutzexperte Patrick Hofstetter mit folgenden Statements zu den wichtigsten Ergebnissen: 

Ausstieg aus fossilen Energien 

«Ein verbindlicher Pfad zum globalen Ausstieg aus fossilen Energien hat es leider nicht in die Abschlusserklärung geschafft. Dennoch bekennt sich die Staatengemeinschaft klar zum schrittweisen Ausstieg aus Kohle, Ă–l und Gas bis 2050. Das ist ein wichtiges und deutliches Signal an alle Unternehmen, Banken und Versicherungen: In neue Infrastruktur fĂĽr fossile Energien zu investieren, ist nicht mehr zukunftsfähig.» 

Ausbau der Erneuerbaren 

«Die Kapazität der erneuerbaren Energien bis 2030 zu verdreifachen und die Energieeffizienz jedes Jahr um vier Prozent zu steigern, ist ein enorm wichtiger Teil der Vereinbarung. Damit wird das bestehende Ziel, die globalen Emissionen bis 2030 um 43 Prozent gegenĂĽber 2019 zu reduzieren, endlich mit konkreten Massnahmen untermauert. Bislang nimmt die weltweile Treibhausgasbelastung weiter zu, statt ab. Damit muss Schluss sein.» 

Neue Hausaufgaben 

«Auch das mittelfristige Ziel fĂĽr 2035 steht nun fest: Bis dahin mĂĽssen die Emissionen weltweit um 60 Prozent sinken und jedes Land hat einen angemessenen Beitrag zu leisten. Die neuen Hausaufgaben dĂĽrften somit klar sein, denn spätesten Anfang 2025 mĂĽssen alle Staaten ihre neuen Klimaschutz-Pläne (nationale NDCs) fĂĽr diesen Zeitraum bei der UNO einreichen und darlegen, wie sie dem Ziel gerecht werden wollen.» 


Schweiz muss nachsitzen 

«Mit ihrem aktuellen Kurs wird die Schweiz keinem der Klimaziele gerecht. Bereits am 20. Dezember kann der Nationalrat in seiner Beratung zum CO2-Gesetz jedoch nachbessern: Mit einer Erhöhung der CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe kann das Förderprogramm fĂĽr Gebäudesanierungen ausgebaut werden und es erhöht sich der Anreiz, alte Heizungen auszutauschen. Gleichzeitig könnte eine faire RĂĽckvergĂĽtung an die Bevölkerung sichergestellt werden. » 

Kompensationsmodell anpassen 

«Die komplexen Herausforderungen des CO2-Marktes wurden an der Klimakonferenz klar erkannt und Detailregelungen ein weiteres Mal um ein Jahr verschoben. Auch die zahlreichen Berichte zu den fragwĂĽrdigen Projekten der Schweiz im Ausland zeigen, dass der Ablasshandel der Schweiz höchstens auf dem Papier funktioniert. Eine Neuausrichtung der Schweizer Klimapolitik ist deshalb spätestens nach dieser Klimakonferenz angezeigt» 

Dauerbaustelle Klimafinanzierung 

«Um die gemeinsamen Ziele erreichen zu können und fĂĽr besseren Schutz vor den Folgen der Klimakrise brauchen die Länder des globalen SĂĽdens dringend UnterstĂĽtzung durch die reichen Industriestaaten. Deshalb soll auf der nächsten Klimakonferenz in Baku, Aserbaidschan, eine Vereinbarung getroffen werden, die eine deutliche Erhöhung der internationalen Klimafinanzierung vorsieht. Da die Schweiz ihren Verpflichtungen schon heute nicht nachkommt, mĂĽssen möglichst bald zusätzliche Gelder generiert werden. Eine Lösung wäre, die Verursacher der Krise zur Kasse zu bitten.»