Dienstag, 3. Februar 2026

Marc Chesney: «Ich bin wĂĽtend» - infosperber

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Marc Chesney: «Ich bin wĂĽtend»

Marc Chesney / 7.12.2025  Der Finanzkapitalismus entzieht den nächsten Generationen das Recht auf saubere Luft, sauberes Wasser und ein friedvolles Leben.

upg. Marc Chesney ist emeritierter Finanzprofessor der Universität ZĂĽrich. Diesen Sommer veröffentlichte er sein neues Buch «STOPP – gegen Kasino Finanzwirtschaft und die Vermarktung der Natur»


Die nächsten Generationen haben – wie wir – das Recht, saubere Luft zu atmen und sauberes Wasser zu trinken. Diese Forderung ist weder extrem noch radikal. 

...



Die Schweiz kann sich zu 100% selbst versorgen




Von: Initiative Für eine sichere Ernährung <info@initiative-sichere-ernaehrung.ch>

Die Lebensmittelversorgung der Schweiz ist heute zu mehr als der Hälfte vom Ausland abhängig. Hauptursache dafĂĽr ist die Futterproduktion auf 60% von unserem Ackerland, statt pflanzlicher Lebensmittel fĂĽr Menschen. 

Die Schweiz kann sich selbst versorgen – alleine die
Halbierung von Food Waste könnte 1,8 Millionen Menschen zusätzlich ernähren


 Das belegt die gestern in der «Agrarforschung Schweiz» publizierte Studie
"Wege zu einer markanten Erhöhung des Selbstversorgungsgrades bei weniger Umweltbelastung" vom Forschungsinstitut fĂĽr biologischen Landbau FiBL, ETH ZĂĽrich und Agrarökologie A+L.
 

 
Heute und am 17. Dezember entscheidet der Nationalrat darĂĽber, ob unsere Initiative «FĂĽr eine sichere Ernährung» unterstĂĽtzt, abgelehnt oder mit einem Gegenvorschlag beantwortet wird. 

Mit der Initiative verlangen wir die Sicherstellung der Bodenfruchtbarkeit, der Biodiversität und von sauberem Trinkwasser sowie das Anstreben eines verbindlichen Netto-Selbstversorgungsgrads von 70%.

Die gestern in der Agrarforschung Schweiz publizierte Studie "Wege zu einer markanten Erhöhung des Selbstversorgungsgrades bei weniger Umweltbelastung" vom Forschungsinstitut fĂĽr biologischen Landbau FiBL, ETH ZĂĽrich und Agrarökologie A+L belegt: Sogar ein Netto-Selbstversorgungsgrad von ĂĽber 100% ist realisierbar. 

Der grösste Hebel dafĂĽr ist die Reduktion der Nutzung von Ackerflächen fĂĽr die Futtermittelproduktion zugunsten der Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln fĂĽr die Menschen, gefolgt von der Reduktion von Food Waste.

«Mit mehr Effizienz liessen sich Lebensmittel fĂĽr ĂĽber zehn Millionen Menschen produzieren», schreibt heute der Tages-Anzeiger dazu.

Heute werden 60% von unseren Ackerflächen zur Futtermittelproduktion genutzt. Dies ist die Hauptursache dafĂĽr, dass die Lebensmittelversorgung der Schweizer Bevölkerung zu mehr als der Hälfte vom Ausland abhängig ist. 

Wir leben in einer angespannten Weltsituation. Kriege, Handelskonflikte und klimaextreme Wetterverhältnisse können sehr schnell zu Importausfällen und Mangellagen fĂĽhren. Die Forderung der Initiative «FĂĽr eine sichere Ernährung» nach einem Selbstversorgungsgrad von 70% ist mehr denn je von zentraler Bedeutung fĂĽr die Souveränität und Sicherheit der Schweiz.

Mit der Initiative «FĂĽr eine sichere Ernährung», bekommt die Schweiz erstmals einen verbindlichen definierten Selbstversorgungsgrad. Falls globale Krisen zu Importausfällen und Mangellagen fĂĽhren sollten, ist die Schweiz durch die Initiative darauf vorbereitet. Dies ist heute in keiner Weise der Fall, wie auch der Schweizer Bauernverband jährlich am Schweizer «Food Overshoot Day» aufzeigt.

FĂĽr die Erhöhung der Selbstversorgung soll der Bund die Produktion und den Konsum von pflanzlichen Lebensmitteln fördern sowie den Food Waste reduzieren. Heute fördern 75% der jährlichen rund 3,6 Milliarden Franken Agrarsubventionen die Tierproduktion, und ein Drittel von unserem Essen landet im Abfall. Bereits die Halbierung des Food Waste wĂĽrde ausreichen, um 1,8 Millionen Menschen zusätzlich zu ernähren.  

Mehr pflanzliche Lebensmittel in der Schweiz selbst anzubauen und zu verarbeiten, statt sie zu importieren, stärkt die Versorgungssicherheit und fördert eine gesunde, nachhaltige Ernährung. Es schafft Arbeitsplätze sowie Wertschöpfung vor Ort, stärkt die Wirtschaft und fĂĽhrt zu fairen Konsumenten- und Produzentenpreisen fĂĽr Schweizer Produkte.

Nicht einmal die Verankerung der Ernährungssicherheit in der Verfassung im Jahr 2017 hat in der Agrarpolitik ein Verantwortungsbewusstsein fĂĽr eine sichere und gesunde Ernährung der Bevölkerung bewirkt. 

Die Initiative «FĂĽr eine sichere Ernährung» ist die Antwort auf die Missstände einer verfehlten Agrarpolitik. Mit ihren Zielen und Fristen schafft sie die dringend benötigte Verbindlichkeit fĂĽr die Absicherung der  Lebensmittel- und Trinkwasserversorgung. Sie sorgt zugleich fĂĽr den Abbau der immensen volkswirtschaftlichen Kosten von 31.8 Milliarden Franken pro Jahr, die das Agrar- und Ernährungssystem in den Bereichen Umwelt, Klima und Gesundheit verursacht. 

Der Nationalrat hat jetzt die Chance, zusammen mit der Bevölkerung die Agrarpolitik 30+ auf eine zukunftsfähige Basis zu stellen

UnterstĂĽtzen Sie jetzt unsere Kampagnenarbeit fĂĽr die Initiative «FĂĽr eine sichere Ernährung»:
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Mit grossem Dank fĂĽr Ihre UnterstĂĽtzung und herzlichen GrĂĽssen
Franziska Herren & Team


Ziele und Fakten der Initiative und weitere Informationen finden Sie unten im Mail  oder auf unserer Homepage unter: initiative-fuer-eine-sichere-ernaehrung.ch


Anliegen und Ziele der Initiative

Anstreben eines Netto-Selbstversorgungsgrads von 70%
Die Schweiz hat genug Ackerflächen per Gesetz gesichert, um sich selbst versorgen zu können. Der Bund hat dafĂĽr zu sorgen, dass diese innert eines Jahres Ertrag abwerfen, um die Schweizer Bevölkerung im Krisenfall selbst ernähren zu können. Dies kann heute in keiner Weise gewährleistet werden. Ein verbindlicher Selbstversorgungsgrad gibt den Bäuerinnen und Bauern Produktions- und Abnahmesicherheit fĂĽr ihre Ernten und sichert somit ihre Existenz.

Förderung einer neuen Balance zwischen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln
Der Bund soll fĂĽr mehr Selbstversorgung vermehrt die Produktion und den Konsum pflanzlicher Lebensmittel fördern. Heute fördern 75% der jährlichen rund 3,6 Milliarden Agrarsubventionen die Tierproduktion. 

Reduktion von Food Waste
Neben der Förderung pflanzlicher Lebensmittel muss der Bund zur Erhöhung des Netto-Selbstversorgungsgrads auch dafĂĽr sorgen, dass der Food Waste reduziert wird. Heute landen 30% unseres Essens im Food Waste. 25 Prozent der Umweltbelastung unseres Ernährungssystems sind auf Food Waste zurĂĽckzufĂĽhren. 

Sicherstellung der Bodenfruchtbarkeit und der Biodiversitätstatt Pestizide
Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität sind die Produktionsgrundlagen der Landwirtschaft. In nachhaltigen Anbausystemen wie Mischkulturen, Agroforstwirtschaft und regenerative Landwirtschaft sorgen sie fĂĽr mehr Ertrag und ersetzen Pestizide mit einem natĂĽrlichen Pflanzenschutz. Das fĂĽhrt zugleich zu sauberem Trinkwasser. Heute zerstören der Einsatz von Pestiziden und das Ăśberschreiten der Höchstwerte fĂĽr DĂĽnger die Biodiversität und die Bodenfruchtbarkeit. Das fĂĽhrt zu Ernteverlusten.

Sicherstellung von sauberem Trinkwasser und den dafĂĽr erforderlichen Grundwasserressourcen
Die Sicherstellung von sauberem Trinkwasser und den dafĂĽr erforderlichen Grundwasserressourcen erfordert einen konsequenten Gewässerschutz und eine nationale Strategie fĂĽr die Wasserversorgung. Heute gefährdet der Klimawandel sowie die Schliessung von Grundwasserfassungen aufgrund von umwelt- und gesundheitsschädlichen Pestizid- und NitratrĂĽckständen die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser. Auch fehlt eine nationale Strategie fĂĽr die Wasserversorgung. Bis heute weiss der Bund nicht, wie viel Wasser die Schweiz verbraucht und wie viel sie zur VerfĂĽgung hat.

Höchstwerte für Dünger (Stickstoffverbindungen und Phosphor) einhalten
Die Höchstwerte sind zum Schutz von Klima, Böden, Trinkwasser und Biodiversität seit 2008 in den Umweltzielen der Landwirtschaft festgelegt. Sie werden insbesondere durch eine von 1,3 Millionen Tonnen Importfutter erhöhte Tierproduktion massiv ĂĽberschritten – beim giftigen stickstoffhaltigen Gas Ammoniak um 70%. Die Landwirtschaft ist in der Schweiz Hauptverursacherin der Emissionen des Luftschadstoffs Ammoniak und der Treibhausgase Methan und Lachgas. Die Hälfte des Schweizer Fleischs wird mittlerweile mit Importfutter produziert. 

Wirtschaftliche Anreize setzen, Fehlanreize beenden
Mehr pflanzliche Lebensmittel fĂĽr die Versorgungssicherheit und eine gesunde, nachhaltige Ernährung zu fördern und selbst anzubauen und zu verarbeiten, statt sie zu importieren schafft Arbeitsplätze sowie Wertschöpfung vor Ort, stärkt die Wirtschaft und fĂĽhrt zu fairen Konsumenten- und Produzentenpreisen fĂĽr Schweizer Produkte. Die Initiative sorgt dafĂĽr, dass Subventionen, Bildung, Forschung und Grenzschutz so ausgerichtet werden, dass sie die Land- und Ernährungswirtschaft bei der Erreichung der Ziele der Initiative unterstĂĽtzen. Die Initiative sorgt damit auch fĂĽr den Abbau der immensen volkswirtschaftlichen Kosten von 31.8 Milliarden Franken pro Jahr, die das Agrar- und Ernährungssystem in den Bereichen Umwelt, Klima und Gesundheit verursacht.
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Globale Umfrage: Grosse Mehrheit fĂĽr aktiven Klimaschutz


Baden-WĂĽrttemberg: Neue Klima-Studie: Windkraft in BW puffert Flauten im Norden ab | tagesschau.de

Baden-WĂĽrttemberg: Neue Klima-Studie: Windkraft in BW puffert Flauten im Norden ab | tagesschau.de https://share.google/cUqkFKE5nMlYh7ofV


"Wie will der Bundesrat die Klimapolitik auf Kurs bringen?"

Hinweis von Luc Recordon:


Gemeinsame Medienmitteilung
GrĂĽne Fraktion, Sozialdemokratische Fraktion und GrĂĽnliberale Fraktion

 

Wie will der Bundesrat die Klimapolitik auf Kurs bringen?
Die neuen Klimaszenarien des Bundes sind besorgniserregend. In der Schweiz steigen die Temperaturen deutlich stärker als im globalen Durchschnitt. Ohne entschlossenes Handeln droht die Schweiz bis Mitte des Jahrhunderts ein anderes Land zu sein. Doch die Klimapolitik des Bundesrats wird den Herausforderungen nicht gerecht. GRÜNE, SP und GLP verlangen deshalb in einer dringlichen Debatte zum Klimaschutz Antworten über den zukünftigen Kurs der Schweizer Klimapolitik.

Die neuen Klimaszenarien des Bundes zeigen klipp und klar: Die Schweiz ist überdurchschnittlich stark von der Klimakrise betroffen. Bereits heute liegt die Erwärmung in der Schweiz bei 2,9 Grad. Das ist besorgniserregend. Wird nichts unternommen, steuern wir auf eine Erwärmung von bis zu 5 Grad zu. Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen und Murgänge würden dann noch häufiger und gefährlicher.

Bundesrat hat Weckruf nicht gehört

Die Folgen der Klimakrise kosten die Wirtschaft und die Gesellschaft enorm viel Geld: Laut einer Studie des Bundes kommen bis 2060 jährliche Gesamtkosten von bis zu 10 Milliarden Franken auf uns zu. Doch der Bundesrat scheint den Weckruf nicht gehört zu haben. Statt stärker in den Klimaschutz zu investieren, drohen mit dem Entlastungspaket grosse Einsparungen im Umwelt- und Klimabereich. Das vom Bundesrat angestrebte AKW-Revival bremst zudem die dringend nötige Energiewende aus.

Dabei ist bereits heute klar: Trotz vorhandener Technologien und trotz eines klaren Bekenntnisses der Stimmbevölkerung zum Netto-Null-Ziel verfehlt die Schweiz mit den bisherigen Massnahmen ihre Reduktionsziele. Die vom Bundesrat angestrebten Auslandskompensationen werden den Erwartungen bei weitem nicht gerecht und können die Lücke in der bundesrätlichen Klimapolitik nicht füllen.

GRĂśNE, SP und GLP verlangen Antworten

Aus diesem Grund haben die Grüne, die Grünliberale und die Sozialdemokratische Fraktion gemeinsam eine dringliche Debatte zum Klimaschutz und den neusten Klimaszenarien angestossen. Dabei erwarten die drei Fraktionen vom Bundesrat Antworten auf drängende Fragen zur Schweizer Klimapolitik:
Die Debatte findet am Mittwoch, 17. Dezember 2025, im Nationalrat statt.

Zitate

Marionna Schlatter, Nationalrätin GRÜNE
«10 Jahre sind seit dem Pariser Klimaabkommen vergangen und die Schweiz ist nicht auf Kurs. Die neuen Klimaszenarien zeigen, was das fĂĽr unser Land bedeutet. Aber statt entschieden vorwärtszugehen in der Klimapolitik, spart der Bundesrat beim Klimaschutz und setzt auf unrealistische AKW-Pläne.»

Jon Pult, Nationalrat SP
«Die Schweiz muss deutlich mehr in den Klimaschutz investieren. Das reduziert auch unsere Abhängigkeit von autoritären Erdölstaaten und schafft mehr Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Schweiz. Wer heute investiert, profitiert in der Zukunft.»

Martin Bäumle, Nationalrat GLP
«Der Bundesrat muss Verantwortung ĂĽbernehmen und die neuen Klimaszenarien ernst nehmen. Die Lösungen sind auf dem Tisch: Mit heutigen Technologien lassen sich Emissionen rasch und gĂĽnstig senken. Und mit Lenkungsabgaben wĂĽrde sich Klimaschutz noch mehr lohnen.» 

Kontakt


Marionna Schlatter
Nationalrätin GRÜNE
077 475 25 02
marionna.schlatter@parl.ch

Jon Pult
Nationalrat SP
076 508 16 33
jon.pult@parl.ch

Martin Bäumle
Nationalrat GLP
079 358 14 85
martin.baeumle@parl.ch

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