UH/ Bei aller Freude über das
Urteil des internationalen Gerichtshofs vermisse ich einmal mehr das
Verursacherprinzip: Wer einen Schaden verursacht, muss die Kosten der
Schadenbehebung übernehmen.
Im Fall des Klimanotstands muss
„Big Oil“ zur Kasse gebeten werden. Es sollen aber primär die
Geschäftsleitungen und die Aktionäre in die Pflicht genommen werden – und nicht
die kleinen Leute.
Denkbar ist allenfalls, dass
die Staaten zahlen und das Geld bei „Big Oil“ zurückholen.
Vielleicht kann eine
Stellungnahme der gpc zusätzlich auf diesen Gesichtspunkt hinweisen, im Sinn
von „Mehrwert“ gegenüber allen andere Stellungnahmen.
Wie war das damals, Anfang der 60-er Jahre in unserem Quartier?
Wir spielten Fussball auf der einzigen verbliebenen Grünfläche. Eine Scheibe ging in Brüche. Keine Diskussion, wir "schlimmen" Verursacher mussten den Schaden aus unseren Kässeli begleichen.
Die Global Climate Change Survey zeigt: 84 % der Schweizer:innen wollen mehr Klimaschutz. Trotzdem glauben viele, sie seien in der Minderheit. Noch deutlicher wird es beim Geld: 68 % würden 1 % ihres Einkommens für Klimamassnahmen geben - schätzen aber, nur 41 % würden dies auch tun.
Diesen Irrtum in der Wahrnehmung nennt man pluralistische Ignoranz. Wir passen uns dem an, was wir für Mehrheitsverhalten halten – auch wenn es gar nicht stimmt. Beispiele?
• Alkohol auf Partys („Alle trinken doch…“)
• Applaus nach Vorträgen (klatschen, weil andere klatschen)
• Hamsterkäufe (leeres Regal -> kaufen!)
Beim Klima führt dieser Irrtum dazu, dass lautstarke Minderheiten bremsen können, während die Mehrheit schweigt. Es ist deshalb enorm wichtig, immer wieder in Erinnerung zu rufen, dass die Mehrheit mehr Massnahmen gegen den Klimawandel will. Das Ja zum Stromgesetz (68,7 % Ja) zeigt, was wirklich möglich ist.
Teile diese Grafik und mach die echte Mehrheit sichtbar!
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